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Radlausflug der Theatervereinsportgruppe zum „Drei-Länder-See" oder Bodenseeumrundung – ein Abenteuer !
Am 15.06.09 starteten wir (sechs Mittergarser) zum diesjährigen Radlausflug an den Bodensee, wie gewohnt mit der Bahn. (Hiermit möchte ich betonen, dass dieser Satz im Vorfeld als nicht wertfrei gegenüber der DB angesehen wurde. Ich distanziere mich von dieser Meinung und unterstreiche gerne, das es sich bei der Bahn um ein komfortables, meist sauberes und teilweise sehr rasches Fortbewegungsmittel handeltJ).In München stieß der Rest der Truppe aus Niederbayern dazu. Unser Startpunkt sollte Lindau sein. Wie wir nach sehr kurzer Zeit feststellen mussten, gehörten wir zu den wenigen, die den Bodensee „andersherum" umrundeten. Unsere erste Etappe führte uns von Lindau über Wasserburg am B. und Friedrichshafen nach Immenstaad. Im Gegensatz zu Mittergars, wo es immer wieder regnete, freuten wir uns über ausgezeichnetes Wetter, das uns sogar eine Sonnenpause an der Seepromenade von Friedrichshafen ermöglichte. Am nächsten Tag, übrigens auch sehr sonnig(der Tacho von Claudia T. zeigte 36°C), hatten wir unsere obligatorische Panne. Die Kette von Harry B. hielt der Belastung einer Bergetappe nicht Stand. Bergetappen gab es an diesem Tag übrigens einige, aber wir schafften es dennoch über Meersburg, Überlingen und Ludwigshafen nach Dettingen(Wahrscheinlich aber nur, weil wir bereits um 11.00 Uhr die erste Weinprobe in Meerburg einläuteten).Erwähnenswert ist auch unser Besuch in der Marienschlucht bei Langenrain. Wir stiegen gefühlte 1000 Stufen zum Bodensee ab und Harry B. kühlte sich sogar im See noch ab. Unser Wiederaufstieg dürfte allerdings nicht so anstrengend gewesen sein, wie der von drei Radfahrern, die Ihre Räder die komplette Schlucht hinauftrugen (alles Verrückte!!!). Standardtourprogramm am Bodensee stand am Tag drei auf dem Plan. Wir besuchten die Insel Mainau und die Insel Reichenau, bei sommerlichsten Temperaturen. In Radolfszell schwärmten wir dann noch zum Italiener aus, bis wir schließlich glücklich und zufrieden in unsere Betten sanken – die Hälfte war geschafft. Die Schweizer Etappe war tags drauf an der Reihe. Landschaftlich sehr schön überzeugte die Region mit wunderschönen kleinen Orten mit alten Häusern und gemütlichen Fußgängerzonen. Leider war es auch sehr hügelig, so dass wir in Konstanz unsere Waden erst einmal mit einer kleinen Weinprobe beruhigten bevor wir im Hafen ausgezeichnet speisten. Spätestens jetzt sollte noch erwähnt werden, dass der Bodensee-Wein vorzüglich schmeckt und kühl serviert jeden Biertrinker überzeugt. Am Freitag erlebten wir noch angenehme 17 km bevor es zu regnen begann und bis zur Ankunft im österreichischen Höchst nicht mehr aufhörte. Für Unterhaltung sorgte ein kurzer Ausflug in die Wiese von Martina M., die unter völliger Extase (Schädeln) zu TNT die Bremse nicht mehr fand. An diesem Tag mussten wir auch unseren ersten Verlust hinnehmen. Claudia T. konnte nach einem Besuch in der Herrentoilette ihre Radlerhose nicht mehr finden (Anm. der Red. Es ist nichts passiert, sie hatte eine andere Hose an!). Unser letzter Radltag erwies sich schnell „Abschluss-Zuckerl". Bereits einige Kilometer nach Höchst entschieden wir uns für einen kleinen Zwischenstopp an einer Campingplatzraststätte. Da uns der Wirt allerdings so nett fand wurde es länger und feucht-fröhlicher als ursprünglich geplant. Als dann auch noch Sabine T. einen Abstecher auf den Rummel machen wollte und Kathrin G. und Martina M. die kleine Wanze auf der Mauer besangen war die Stimmung am Höhepunkt. Vorbei an der imposanten Bregenzer Seebühne läuteten wir den Endspurt in Richtung Ziel ein. Um nicht zu früh am Abschlussquartier anzukommen machten wir aber noch eine kurze Badepause im See, bevor wir in der Pension Ladine eincheckten. Unsere redselige Hausherrin gab uns noch einige mehr oder weniger sinnvolle Tipps für die Abendgestaltung bevor wir loszogen und unseren Tourabschluss gebührend feierten. Am Sonntag stand die Heimreise auf dem Programm, die aufgrund des mutigen Einsatzes von Harry B. spektakulär zu Ende ging (nähere Infos können von den Mitreisenden erfragt werden). Ich kann nur sagen – der Bodensee ist eine Reise wert. Ich möchte mich bei Martin T. für die Tourplanung, Renate T. für die Organisation der Unterkünfte, bei Harry B für die spektakuläre An- und Abreise und bei allen Mitreisenden für die sensationelle Stimmung bedanken. Ich freue mich auf nächstens Jahr – Mecklenburgische Seenplatte.
Martina Mußner
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