Ausflug der Senioren nach Abensberg und Weltenburg im Juni 2013
Heuer führte der traditionelle Jahresausflug der Senioren nach Abensberg, nahe von Kelheim. In Abensberg konnte man
vom Hochwasser zerstörte Holzbrücken sehen, aber außer einigen Sandsäcken war sonst nichts mehr von den Auswirkungen
des Hochwassers zu sehen.
Zunächst kehrten wir in den Brauerei Gasthof „Zum Kuchlbauer“ ein. In einem sehr schönen Speisesaal wurde dann das
Mittagessen eingenommen. Es war dann die Brauereibesichtung mit Führung angesagt. Als erstes wurde das Sudhaus gezeigt,
als nächstes folgte die „Bierapotheke“. So manche Sprüche, wie z.B. „Bier is g´sund – solang man´s net sauft“ oder „
A schlauer kauft sei Arznei beim Kuchlbauer“ waren zu sehen. Weiter ging es zum Gärkeller. Hier wurde der Unterschied
zwischen Obergärig und Untergärig erklärt: Obergärig sagt man, weil die obergärige Hefe am Ende des Gärvorganges nach
oben steigt, die untergärige Hefe setzt sich am Boden ab. Die Brauereiführung endete dann in einem Präsentationsraum, in dem
die 5 Weissbiersorten Kuchlbauer "Turm Weisse", "Alte Liebe", "Aloysius", "Helle Weisse" und "Sportsfreund" ausgestellt
waren und der „Bierengel Aloysius“ erzählte noch einiges über die Brauerei. Es ging nun auf der „Braukunstspur“ weiter.
In einem Raum mit alten Bierfässern und verschiedenen anderen Gerätschaften waren auch die Figuren der „Weissbier-Zwerge“.
Ein jeder hatte was zu erzählen, z.B. wie es dazu kam, dass der Künstler Hundertwasser den gleichnamigen Turm erbaute.
Dann ging es in ein großes Kellergewölbe, in dem das berühmte Gemälde "Das Letzte Abendmahl" des italienischen Malers
Leonardo da Vinci dargestellt wird.
Das Original ist eines der berühmtesten Wandgemälde der Welt. Das in der Seccotechnik ausgeführte Werk wurde in den
Jahren 1494 bis 1498 im Auftrag des Mailänder Herzogs Ludovico Sforza geschaffen. Es schmückt die Nordwand des
Speisesaal des Dominikanerklosters Santa Maria delle Grazie in Mailand und gilt als Höhepunkt in Leonardos malerischem
Schaffen. Um dieses Gemälde ranken sich verschiedene Legenden, so das Buch des Schriftsteller Dan Brown „Da Vinci Code“
und auch andere Autoren haben sich mit dem geheimnisvollen Gemälde beschäftigt. Auch hier im „Leonardo-Gewölbe“ kann
man eine sensationelle Deutung des Gemäldes hören und wer es nachlesen will,l kann sich das Buch „Der Schlüssel“ Geheime
Botschaften in Leonardo da Vincis Abendmahl, bestellen.
Seccomalerei (Trockenmalerei) von italienisch al secco (aufs Trockene), das im Gegensatz zum Malen al fresco (ins Frische)
nicht auf den noch frischen und feuchten Kalkputz, sondern auf das schon trockene Mauerwerk aufgebracht wird, ist im
Gegensatz zu den auf feuchten Putz gemalten Fresken weniger haltbar, da es sich nicht in solch hohem Maße mit dem Untergrund
verbindet.
Es war nun die Attraktion der Kuchlbauer-Bierwelt an der Reihe, der Kuchlbauer-Turm. Er erscheint wie ein Gebäude aus
einem Märchen von 1001 Nacht. Nach über 10 Jahren oft steinigem Weg durch die bürokratischen Instanzen wurde der Turm
Ende 2009 fertig gestellt. Der Turm sollte ursprünglich 70 Meter hoch werden, jedoch die Behörden waren dagegen (der
Kirchturm war um die Hälfte niedriger), der Kompromiss war dann 35 Meter. Hinterher waren der Bräu und der Bauherr
Leonhard Salleck froh darüber, wegen der hohen Kosten. Der Turm wurde am „Tag des Deutschen Bieres“, am 23. April 2010,
offiziell eröffnet. Mit dem „Tag des Deutschen Bieres“ wird seit 1994 von den deutschen Bierbrauern der Erlass des bayerischen
Reinheitsgebots im Jahr 1516 gefeiert und findet jährlich am 23. April statt. Das Wahrzeichen von Kuchlbauers Bierwelt ist eines
der letzten Projekte des weltbekannten Künstlers Friedensreich Hundertwasser (1928-2000). Angenehme runde Formen,
tanzende Fenster, wellige Böden, Zwiebeltürme und Pflanzen, das sind die Elemente Hundertwassers für menschengerechtes
Bauen im Einklang mit der Natur. Kuchlbauers Bierwelt ist zusammen mit dem Hundertwasser-Turm ein Gesamtkunstwerk.
Man konnte über eine Treppe oder einem Lift nach ganz oben kommen, wo man einen herrlichen Blick in die Landschaft hatte.
Zum Abschluss ging es in das Bierparadies (Bierzelt). Es gab ein Freibier und eine Breze, doch leider war die Zeit etwas zu
kurz, um noch gemütlich beisammen zu sitzen und alle Biersorten zu probieren.
Weiter ging die Fahrt mit dem Bus nach Kelheim. Mit dem Schiff ging es auf der Donau vorbei durch den „Donaudurchbruch“
zu dem Kloster Weltenburg. Hier kehrte man in das Gasthaus ein. Mit einer Brotzeit und einem Bier oder anderen Getränken
stärkte man sich noch mal und dann ging es wieder mit dem Bus nach Hause.
Das Wetter ging so (in Weltenburg fing es leicht zu regnen an), nur die Zeit in Abensberg war leider zu kurz, im Ganzen jedoch
ein schöner Ausflug. Dank an die Organisatoren und bis zum nächsten Ausflug.
