Wer Wääs

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                          19.08.2007

 

 

Hungerbaumaufstellen

bei

Angela & Schurle

 

 

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Wer wääs ??

 

Wer in diesen Tagen durch die Holunderstrasse in Gars-Bahnhof fährt, glaubt auf den ersten Blick an ein misslungenes Projekt des Gartenbauvereins. Schwer geirrt, handelt es sich doch dabei um ein sehr wohl gelungenes Projekt von Kämpfer - WerWääs?! Es handelt sich hier um eine traditionelle Brauchtumspflege, welche sich die beiden Vereine auf die Fahne geschrieben haben.

Es ist alter Tradition Sitte, dass demjenigen Paar, welches sich nach 7 Jahren noch immer nicht zu einer Hochzeit entschließen konnte, ein so genannter Hungabaam (Hungerbaum) aufgestellt wird. Da dieses Brauchtum vor allem nicht beim 1. Vorstand des Brauchtumserhaltungsundpflegevereins WerWääs? und seiner LAG fehlen darf, haben wir uns zu einer spontanen Nacht und Nebel Aktion entschlossen, dem Schurle und seiner Angela einen Hungabaam aufzustellen. Nacht und Nebel Aktion trotz strahlenden Sonnenscheins deshalb, weil wir uns schon früh am Morgen nach dem Weinfest getroffen haben, und bei dem ein oder anderen die Nacht zu kurz und der Blick noch etwas getrübt war. Zuerst musste natürlich das Taferl präpariert werden, was uns wegen des heiligen Sonntags schon ein schlechtes Gewissen bereitet hat. Aber edles Nussbaumholz, gestiftet von M.Z., musste eine glatte Oberfläche bekommen. Anschließend ging es in den Staatsforst ähnlichen Woid von S.G. Angesichts der durchwegs stattlichen Mammutbäume viel die Suche nach einem geeigneten Hungabaam schwer. Letztendlich konnten wir im hintersten Winkel einen passenden Baum fällen, fachmännisch durchgeführt mit einer hochleistungs-edelstahl-scharfwiadsau-Säge. Sämtliche Aktionen begleitet vom Nachwuchs-Starfotografen C.T., der alles ins rechte Bild gerückt hat.

Nach reiflicher Überlegung, die Kreisstrasse wegen des Schwertransportes zu sperren, entschieden wir uns doch für die einfachere und schnellere Variante über Traunhofen-Elsbeth.

Zum Glück war unser Transportfahrzeug mit der notwendigen hohen PS-Zahl ausgestattet, um das immense Gewicht zur transportieren.

Angekommen in Gars-Bahnhof begannen die Arbeiten des Taferlgraveurs, der mit feinmotorischem Geschick ein filigranes Branding-Meisterwerk erschaffen hat, welches einen würdigen Platz im Museum of modern Arts in New York verdient hätte.

Parallel dazu liefen die Erdbewegungen im Vorgarten durch die beim Militär geschulten Tiefbauspezialisten S.G. und M.Z. in vollem Gange.

Rechtzeitig zum Aufstellen des Baumes traf Verstärkung in Form des Kämpfer-Vorstands H.B. ein. Somit konnte auf den Kran der Fa. Schmidbauer verzichtet werden.

Mit geeinten Kräften wurde der Baum in seine Position gebracht und mit reichlich Zement gegen mutwilliges Entfernen gesichert und orkansicher befestigt.

Blieb nur noch das Taferl zu befestigen, welches von Dekorateur H.B. noch wunderschön geschmückt wurde (hier bewies H.B. große Erfahrung und Geschick).

Nach einem kurzen Fototermin der Täter ging es wieder zurück nach Mittergars, wo der Frühschoppen des Dorffestes bereits in vollem Gange war.

 

Nach alter Tradition wird den eifrigen Hungabaamaufstellern am Objekt eine deftige Brotzeit und dementsprechend eine gehörige Menge Bier serviert, welches sich jährlich zum Tag des Aufstellens zu wiederholen hat, solange, bis sich die Liebenden zum Ja-Wort entschieden haben!

PS: Lang wart ma nimma!!!

J.

 

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